'baɪ̯tʀɛːɡə tsuː gəˈzɛlʃaft ʊnt ʃax http://bgs.blogsport.de Thu, 23 Sep 2010 10:56:52 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Bremen – Keinen Tag für die Nation! http://bgs.blogsport.de/2010/09/23/bremen-keinen-tag-fuer-die-nation/ http://bgs.blogsport.de/2010/09/23/bremen-keinen-tag-fuer-die-nation/#comments Thu, 23 Sep 2010 10:54:36 +0000 Administrator Antifa Theorie & Kritik http://bgs.blogsport.de/2010/09/23/bremen-keinen-tag-fuer-die-nation/ „Keinen Tag für die Nation! Keinen Tag für Deutschland!“ lautet das Motto der Demonstration am 3. Oktober in Bremen. Das Bündnis“…ums Ganze!“ und die Basisgruppe Antifaschismus Bremen rufen anlässlich des 20. Tag der Deutschen Einheit auf, antinationale & antideutsche Kritik auf die Straße zu tragen.

Folgend der Aufruf:

Am 3. Oktober wird in Bremen die nationale Würstchenmeile aufgeschlagen. Superdeutschland begießt 20 Jahre Einheit, mit Angela, Christian und Nena. Es gibt zwar kein Freibier, aber wir kommen trotzdem. Wo Volk und Staat ihren Burgfrieden feiern, müssen wir eins klarstellen: Ihr könnt uns mal mit eurem Standort und eurem Gequatsche von „sozialer Marktwirtschaft“. Wir machen keinen Finger krumm, damit Deutschland „gestärkt aus der Krise hervorgeht“. Denn das heißt im Klartext bloß, dass jeder Winkel der Gesellschaft noch straffer durchrationalisiert wird. Härter konkurrieren, länger lohnarbeiten, weniger verdienen und immer unsicherer leben bis ans Ende aller Tage – das ist die deutsche Utopie nach dem „Ende der Geschichte“ von 1989/90.

Aufruf weiterlesen.

… zur Mobilisierungsseite.

Empfehlenswert ist der Debattenbeitrag zum 3 .Oktober der Gruppe „associazione delle talpe“: „Antideutsch, antinational, hegemonial…“. Der Reader steht hier als PDF bereit.

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Zittau – Infoladen eröffnet http://bgs.blogsport.de/2010/09/23/zittau-infoladen-eroeffnet/ http://bgs.blogsport.de/2010/09/23/zittau-infoladen-eroeffnet/#comments Thu, 23 Sep 2010 09:59:14 +0000 Administrator Tagesgeschehen & Regionales http://bgs.blogsport.de/2010/09/23/zittau-infoladen-eroeffnet/ Gelesen bei Indymedia & Infoladen Zittau.

Am 11.September 2010 eröffnete der Zittauer Infoladen in der Äußeren Weberstraße 2 in Zittau.
Betrieben wird er von der Projektgruppe „Couleur Noir“, ein Zusammenschluss von Menschen aus der Region. Ziel ist es nach den Kürzungen der Kinder- und Jugendhilfe durch die sächsische Staatsregierung die Jugendarbeit mit internationalen Bildungsangeboten und Kulturveranstaltungen zu stärken. Geplant ist weiterhin die Förderung alternativer Jugendkultur, des demokratischen Grundverständnisses und das Vermitteln von Kontakten zu Opferberatungsstellen. Finanziell unterstützt wird der Info-Laden von „Jugend für Europa“.

Die Öffnungszeiten des Infoladens sind am Dienstag 14.00 – 17.00 Uhr sowie am Donnerstag 14.00 – 19.00 Uhr. An jedem 1. Dienstag im Monat findet das „Café Abend“ statt.

Infoladen Zittau.

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Leipzig – 4. Nazidemonstration durch Connewitz? http://bgs.blogsport.de/2010/09/22/leipzig-4-nazidemonstration-durch-connewitz/ http://bgs.blogsport.de/2010/09/22/leipzig-4-nazidemonstration-durch-connewitz/#comments Wed, 22 Sep 2010 19:34:44 +0000 Administrator Antifa http://bgs.blogsport.de/2010/09/22/leipzig-4-nazidemonstration-durch-connewitz/ Gelesen beim Leipziger Bündnis „Roter Oktober“:

Offenbar soll es auch einen vierten Naziaufmarsch am 16. Oktober geben. Anmelder hierfür ist Enrico Böhm, ein gescheiterter NPD-Stadtratskandidat und gerichtsnotorischer Lok-Hooligan der „Blue Caps“. Die vorgesehene Route soll ab Bruno-Plache-Stadion (Stadtteil Probstheida) über Marienbrunn nach Connewitz und von dort in die Innenstadt bis zum Martin-Luther-Ring führen. Öffentlich beworben wird dieser vierte Aufmarsch derzeit noch nicht.

Artikel weiterlesen.

Artikel mit weiterführenden Links auf Indymedia.

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Limbach – O. – „Stay Rebel“ Festival erfolgreich http://bgs.blogsport.de/2010/09/21/limbach-o-stay-rebel-festival-erfolgreich/ http://bgs.blogsport.de/2010/09/21/limbach-o-stay-rebel-festival-erfolgreich/#comments Tue, 21 Sep 2010 17:58:40 +0000 Administrator Tagesgeschehen & Regionales http://bgs.blogsport.de/2010/09/21/limbach-o-stay-rebel-festival-erfolgreich/ Am Wochenende fand in Limbach-Oberfrohna das erste „Stay Rebel“ Festival statt und war mit ca. 300 Besuchern ein Erfolg. Das Festival stellte sich explizit gegen Rassismus, Antisemitismus, Faschismus, Homophobie und Sexismus.

Gelesen bei der „sozialen- und politischen Bildungsvereinigung L.-O. e.V“.

Erstmals gab es ein alternativ-kulturelles Festival mit politischen Inhalten mitten in der Innenstadt – auf dem Limbacher Marktplatz. Monatelange Vorbereitung, stundenlanger Auf- und Abbau und allerhand Verhandlungen mit der Stadtverwaltung und der Versammlungsbehörde, in der dauerhaften Unsicherheit ob es nun stattfinden könne oder nicht, war dazu nötig, um zu
diesem Ereignis zu kommen. Wir als Organisator_innen sind hoch zufrieden mit dem Ergebnis dieser Veranstaltung und hoffen dass dies auch bei allen Unterstützer_innen so ist. Endlich ist es gelungen, eine Art „Wende“ in Limbach-Oberfrohna hervorzurufen.

Wer nicht dabei war, hat so einiges verpasst: Ca. 300 Besucher_innen kamen am letzten Samstag auf dem Marktplatz, um das breite Angebot zu nutzen. Viele davon wurden durch die zahlreichen bunten Transparente angelockt.

Die Veranstaltung selbst lässt sich drei Bereiche einteilen: Zum einen das Bühnenprogramm, auf der anderen Seite der Bildungsteil sowie weitere Bildungsunterhaltungsangebote.

Artikel weiterlesen.

Älterer Artikel auf BGS.

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Dresden – Demonstration gegen Naziterror http://bgs.blogsport.de/2010/09/20/dresden-demonstration-gegen-naziterror/ http://bgs.blogsport.de/2010/09/20/dresden-demonstration-gegen-naziterror/#comments Mon, 20 Sep 2010 17:28:58 +0000 Administrator Tagesgeschehen & Regionales Antifa http://bgs.blogsport.de/2010/09/20/dresden-demonstration-gegen-naziterror/ Gelesen bei den Alternativen Dresden News.

Knapp 700 Menschen demonstrierten gestern am späten Nachmittag erneut in der Dresdner Innenstadt gegen den rechten Terror der vergangenen Monate und die Gleichgültigkeit der Politik. Seit Beginn des Jahres kam es in Sachsen zu insgesamt 14 Brandanschlägen. Ziel der Angriffe waren linke Wohnprojekte, Lokale von MigrantInnen und Autos von Menschen, die sich gegen Rechts engagieren. Nur dem Zufall ist es zu verdanken, dass bei den Anschlägen auf die bewohnten Häuser niemand verletzt oder gar getötet wurde.

Artikel weiterlesen.

Fotos von der Demonstration.

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Dresden – Aktionskonferenz im Oktober http://bgs.blogsport.de/2010/09/16/dresden-aktionskonferenz-im-oktober/ http://bgs.blogsport.de/2010/09/16/dresden-aktionskonferenz-im-oktober/#comments Thu, 16 Sep 2010 08:08:13 +0000 Administrator Antifa http://bgs.blogsport.de/2010/09/16/dresden-aktionskonferenz-im-oktober/ Am 8. und 9. Oktober diesen Jahres findet im Dresdner DGB Haus die Aktionskonferenz anlässlich der Naziaufmärsche am 13. und 19. Februar 2011 statt. Artikel gelesen beim AK Antifa Dresden.

Das Bündnis “Nazifrei – Dresden stellt sich quer” veranstaltet auch dieses Jahr wieder eine Aktionskonferenz, um gemeinsam gegen die geplanten Naziaufmärsche am 13. und 19. Februar 2011 vorgehen zu können. Unterstützt wird die Konferenz vom Antifabündnis “No pasarán”, sowie der “Interventionistischen Linken”.

Im letzten Jahr wurde sich auf der Konferenz über Massenblockaden verständigt, anschließend wurde das Bündnis Dresden-Nazifrei gegründet und man konnte sich auf einen Aktionskonsens einigen. Nun geht es wieder darum, verschiedenste Organisationen zusammenzubringen und die Arbeit für 2011 zu beginnen.

Artikel weiterlesen.

Bündnis „Dresden Nazifrei“.

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Leipzig – 3. Naziroute bekannt http://bgs.blogsport.de/2010/09/14/leipzig-3-naziroute-bekannt/ http://bgs.blogsport.de/2010/09/14/leipzig-3-naziroute-bekannt/#comments Tue, 14 Sep 2010 09:28:36 +0000 Administrator Antifa http://bgs.blogsport.de/2010/09/14/leipzig-3-naziroute-bekannt/ Nachdem schon auf die Aktivitäten gegen die beiden Naziaufmärsche am 16. 10. in Leipzig verwiesen wurde, wurde nun bekannt dass es auch eine dritte Route geben wird. Sie wird angemeldet von Maik Scheffler für die JN und verläuft vom Rathaus Wahren über Georg-Schumann-Str. – Zwischenkundgebung Arbeitsamt (Georg-Schumann-Str. Ecke Seelenbinder Str.) – Eutritzscher Str. – Gerberstraße und endet am Willy-Brandt-Platz.

Artikel auf Indymedia.

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Dresden – „Opferdenkmal“ auf Heidefriedhof? http://bgs.blogsport.de/2010/09/11/dresden-opferdenkmal-auf-heidefriedhof/ http://bgs.blogsport.de/2010/09/11/dresden-opferdenkmal-auf-heidefriedhof/#comments Sat, 11 Sep 2010 11:22:53 +0000 Administrator Tagesgeschehen & Regionales http://bgs.blogsport.de/2010/09/11/dresden-opferdenkmal-auf-heidefriedhof/ Artikel gelesen beim AK Antifa Dresden.

Dresden kontert mit neuem Denkmal

Helma Orosz ist zurück von der Ausstellungseröffnung „Under Attack“, welche die Folgen von Bombardierungen im Alltag der Menschen von London, Coventry und Dresden dokumentieren soll. Während der Londoner Oberbürgermeister gute Ausreden vorweisen konnte, um mit nicht ihr über das geplante Denkmal zu Ehren der britischen Bomberpiloten diskutieren zu müssen, wies der Lord Mayor von Coventry jegliche Kritik aus Dresden am Denkmalplan zurück. In der britischen Presse wird das Thema mittlerweile heiß diskutiert, und viele Briten verbitten sich die Einmischung aus Deutschland.

In Dresden kann man so etwas natürlich nicht auf sich sitzen lassen, und so verkündete man jetzt die Installierung einer schon länger geplanten und fertigen Trauerskulptur auf dem Dresdner Heidefriedhof für den 19. September. Auf dem Dresdner Heidefriedhof findet jedes Jahr am 13. Februar der offizielle Gedenkakt mit Kranzniederlegung an der Gedenkstätte für die Opfer der Bombardierung statt. Bei dem in Bronze gegossenen weinenden Mädchen handele es sich, laut Peter Ufer von der Sächsischen Zeitung, im Gegensatz zum Ehrenhain für die Bomberpiloten um ein neues Zeichen der Versöhnung. Wie die reine Trauer um sich selbst irgendeinen Beitrag zu einer Versöhnung liefern soll, bleibt sein Geheimnis.
Ihr Leben war Kampf gegen Faschismus

Kleiner Ehrenhain im Heidefriedhof

Interessant und bestürzend ist dabei der Sprachgebrauch in der Sächsischen Zeitung bezüglich des Heidefriedhofs. Dort heißt es „Das Mädchen soll in Blickbeziehung zum Ehrenhain stehen, wo der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht wird.“ Nun gibt es auf dem Dresdner Heidefriedhof tatsächlich zwei Ehrenhaine, beide wurden jedoch explizit den Opfern des Faschismus gewidmet. In der Sächsischen Zeitung schreckt man also im Zuge der antiextremistischen Gleichmacherei von Nazis und Linken nicht mal mehr vor antifaschistischen Widerstandskämpfern und italienischen Zwangsarbeitern zurück.

Wie ein Lichtblick wirkt dagegen ein Artikel im Kulturteil der Sächsischen Zeitung, in dem ein Buchautor unter anderem zum Thema 13. Februar anmahnt die Vergangenheit ruhen zulassen. Demnach hätte man in Dresden viel eher einen Schlußstrich unter die Vergangenheit ziehen sollen, wie es z.B. in Hamburg, das ebenfalls im Zweiten Weltkrieg schwere Luftangriffe erlebt hatte, gemacht wurde. Dann würde es viele der heutigen Probleme in dem Zusammenhang nicht geben. Womöglich hat der Autor damit recht, allerdings kommt das etwas naiv daher. Es war in Hamburg viel einfacher einen Schlußstrich zu ziehen, da es keine Mythen- und Legendenbildung wie um die Luftangriffe um Dresden gegeben hatte. Das fing bei Goebbels an, der in der Berichterstattung die Schäden in Hamburg damals noch eher nach unten korrigierte um Panik in der Bevölkerung zu vermeiden und endet bei der Tatsache, dass Hamburg im Westen lag, und die Bombardierungen nicht zum Bestandteil antiwestlicher Propaganda wurden, wie das mit dem in der DDR gelegenen Dresden zeitweise geschah, um vor allem gegen die Amerikaner Stimmung zu machen. Völlig richtig ist dagegen, dass man Dresden nicht mit Auschwitz aufrechnen kann. Bleibt zu hoffen, dass das auch in Dresden mal ernst genommen wird.

Zum Artikel.

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Dresden – Demo gegen Nazigewalt am 18. September http://bgs.blogsport.de/2010/09/10/dresden-demo-gegen-nazigewalt-am-18-september/ http://bgs.blogsport.de/2010/09/10/dresden-demo-gegen-nazigewalt-am-18-september/#comments Fri, 10 Sep 2010 12:04:21 +0000 Administrator Antifa http://bgs.blogsport.de/2010/09/10/dresden-demo-gegen-nazigewalt-am-18-september/ Am 18. September findet in Dresden, auch als Reaktion auf die drei Brandanschläge (siehe hier und hier), eine antifaschistische Demonstration statt. Folgend der Aufruf:

Protest ist, wenn ich sage, dass und das passt mir nicht…

Seit einigen Jahren ist ein Anstieg rechter Aktivitäten und damit einhergehender Gewalttaten in Sachsen zu verzeichnen, der mit 12 Brandanschlägen allein in diesem Jahr seinen vorläufigen Höhepunkt fand. Im letzten Monat wurden in Sachsen vier Brandanschläge verübt. Drei davon in Dresden, wobei die alternativen Wohnprojekte „Praxis“ und „RM16“, sowie der Neue Jüdische Friedhof Ziele von Angriffen wurden.
In der Nacht vom 18. auf den 19. August zündeten bisher nicht identifizierte Täter_innen, die wahrscheinlich aus der rechten Szene stammen, ein Erdgeschosszimmer in der „Praxis“ in Dresden-Löbtau mit Brandbeschleuniger an. Das konnte gelingen, da das Fenster zu diesem Zimmer bereits zwei Nächte zuvor eingeworfen worden war, von Täter_innen die vermutlich mit einer rechtsoffenen Fangruppierung der SG Dynamo Dresden in Verbindung stehen. Durch den Brandanschlag brannte das betroffene Zimmer beinahe vollständig aus, fast die komplette Einrichtung wurde unbrauchbar. Es ist einem glücklichen Zufall zu verdanken, dass der Mensch, der dieses Zimmer bewohnt in dieser Nacht nicht in jenem schlief. Ansonsten wäre es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu schweren Verletzungen oder zum Tode dieser Person gekommen. Ebenfalls glücklichen Umständen ist es zu verdanken, dass die anrückende Feuerwehr den Brand schnell unter Kontrolle hatte, da sowohl in den angrenzenden Räumen, als auch über diesem Zimmer Menschen geschlafen haben, in der ersten Etage sogar ein Baby, dass sich selbst in Sicherheit zu bringen nicht in der Lage gewesen wäre, sowie für die Rauchentwicklung noch besonders anfällig ist. Nur 5 Nächte später warf ein bisher unbekannter Mann einen „Molotow-Cocktail“ in ein offen stehendes Fenster des antirassistischen Wohnprojektes „RM16″. Nur durch einen glücklichen Zufall zerbrach die dabei verwendete Flasche nicht, sodass sich der Brand kaum auszubreiten vermochte. Der Bewohner des Zimmers konnte den Brand unverzüglich löschen und somit schlimmeres verhindern. Wer mitten in der Nacht ein Haus anzündet, dass offensichtlich bewohnt ist, ist sich um die Möglichkeit, dass Menschen dabei zu schaden kommen, 100 prozentig im Klaren. Diese Tatsache ist also von den Täter_innen mitgedacht worden, es wurden bewusst Menschenleben auf’s Spiel gesetzt. Möglicherweise war auch das Verletzen oder Töten von Menschen Teil der Motivation für diese Übergriffe. Das den Täter_innen, den Nazis, das Gefühl, den politischen Gegner_innen zu treffen, ausreicht, zeigt deren Skrupellosigkeit und Willkür. Welche konkreten Personen in den jeweiligen Zimmern wohnen, wer also tatsächlich getroffen wird ist ihnen unbekannt und wohl auch ganz egal. Es reicht ihnen die Überlegung, dass diejenigen, die in einem solchen Haus wohnen politisch Andersdenkende sein müssen und somit ihrem Wunsch nach einem hegemonial herrschenden, neo-nazistischen Weltbild im Wege stehen. Mit derlei Aktionen wollen Neonazis also nicht nur den konkreten Gegner_innen, nämlich Antifas schwächen, sondern ebenso ein Klima der Angst bei all jenen erzeugen, die sich ihnen egal auf welche Art entgegensetzen. Am Wochenende vom 28. und 29. August kam es zu zwei weiteren Angriffen in Dresden. Auf dem Stadtteilfest im Dresdener Hechtviertel, haben am Samstag Nachmittag 4-5 Neonazis einen Menschen zusammengeschlagen, sodass dieser mehrere Verletzungen, unter anderem eine Platzwunde am Kopf, davon trug. Darüber hinaus haben sie ihn, als er bereits blutend am Boden lag, mit einem Messer bedroht. Die Neonazis sind zuvor dadurch aufgefallen, dass sie in einem dunkelgrünen Kombi mit dem Kennzeichen PIR-QT-11 herumfuhren, laut Landser-Musik hörten und Wehrmachtsdevotionalien mit sich führten.In den Morgenstunden der darauf folgenden Nacht entdeckte eine Radfahrerin einen Brand an der Begräbnishalle des „Neuen Jüdischen Friedhofs“. Trotz dessen, dass das Feuer nur die Holztür der Halle beschädigte, entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Euro. In Dresden und darüber hinaus treten schon seit langem wieder und wieder Sachbeschädigungen und antisemitische Schmierereien mit teilweise klarem nationalsozialistischen Bezug auf, auch und gerade an jüdischen Einrichtungen oder Geschäften. Daher liegt auch hier nahe, dass die Täter aus dem neo-nazistischen Spektrum stammen.
Bei der Betrachtung dieser Vorfälle, lässt sich eine Tendenz beobachten, deren weiterer Verlauf zwar unabsehbar ist, die aber Parallelen zur Nach-Wende-Situation in Deutschland aufweist. Auch damals gab es eine extrem gewaltbereite, rechte Szene, deren Übergriffe und Taten in mehrere Pogrome mündeten und über 50 Menschenleben forderten. Mitgetragen wurde die, in dieser Zeit zumeist rassistisch aufgeladene Umbruchsstimmung, von einer breiten Masse an Bürger_innen, was sich beispielsweise durch den Applaus und die Unterstützung für die Neonazis bei einigen Pogromen konkret zeigte. Bittere Errungenschaft jener Zeit, ist die faktische Abschaffung des Asylrechts durch die damals regierende Koalition aus CDU und FDP, was aufzeigt, dass reaktionäre Motive in der sog. gesellschaftlichen Mitte salonfähig waren und von dieser durch derlei legislative Anstrengungen hofiert wurden. Doch auch heute scheinen die Kreise der „demokratischen Mitte“ weder fähig noch bereit zu sein, aktuelle Ereignisse vernünftig zu analysieren und entsprechend zu handeln. Die Dresdener Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU), schaffte es erst nach dem Anschlag auf die Begräbnishalle, sich zu Wort zu melden und auf die beunruhigende Entwicklung in Dresden einzugehen. Das topte eigentlich nur noch die Sächsische Zeitung und vor allem deren Kolumnist Denni Klein, der sich im Stile stümperhaftestem Boulevardjournalismus‘ daran ereiferte, vor dem Hintergrund der genannten Anschläge festzustellen: „Die Linksextremen […] fallen durch den enormen Zuwachs der linkspolitisch motivierten Gewalttaten auf.“ Gemäß der im bürgerlichen Sachsen weit verbreiteten Extremismustheorie, stellte die SZ Auszüge einer Statistik über Straftaten mit politischem Hintergrund vor, um Neonazis und Antifas gleichermaßen zu diskreditieren. Das dabei sowohl schlecht recherchiert, als auch wenig nachgedacht wurde, macht vor allem deutlich, dass die eigentlich offensichtlichen Unterschiede zwischen Linken und Rechten nicht erkannt oder verstanden werden, sowie überhaupt die Verwendung einer solchen Statistik, bei der es sich lediglich um eine entkontextualisierte Aufzählung handelt. Vor dem Hintergrund, dass Nazis in Dresden in jüngster Vergangenheit Menschenleben riskiert haben, kann diese Art von Berichterstattung nur als Verharmlosung des Naziproblems, sowie als Angriff auf alle Nazigegner_innen in Dresden verstanden werden. Wenn es der SZ in einer solchen Situation wichtig erscheint, diffus und weltfremd über „linke Gewalt“ zu schwadronieren, dann bezweckt sie damit womöglich, dass Solidarisierungen mit den Betroffenen ausbleiben und diese mit dem Problem militanter Neonazis allein gelassen werden. Auf jeden Fall wird hier deutlich, dass sowohl die Stadtregierung als auch die Lokalpresse die Zeichen der Zeit nicht verstehen und somit, wie immer, antifaschistische Politik unterminieren und den Neonazis in die Hände spielen.

Widerstand ist, wenn wir dafür sorgen, dass das, was uns nicht passt, nicht länger geschieht!

Mit dieser Demonstration wollen wir uns mit all den Betroffenen weltweit solidarisieren, die in ständiger konkreter Bedrohung durch rassistische und andersweitig xenophobe Gewalt diskriminiert, verletzt, verhaftet oder getötet werden.
Wir wollen ein anderes Leben, ein Leben in dem wir nicht wegen unserer Hautfarbe, unserer politischen Ansichten oder unseren Gefühlen für andere Menschen, um unser Leben fürchten müssen. Wir stellen uns geschlossen gegen jegliche Form der Unterdrückung. Alles was Menschen klein macht und diskriminiert, werden wir bekämpfen.

Webseite zur Mobilisierung.

Wann? – 18. September 2010, 15 Uhr
Wo? – Albertplatz, Dresden

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Limbach-O. – Alternatives Festival am 18. Septemer http://bgs.blogsport.de/2010/09/09/limbach-o-alternatives-festival-am-18-septemer/ http://bgs.blogsport.de/2010/09/09/limbach-o-alternatives-festival-am-18-septemer/#comments Thu, 09 Sep 2010 18:20:32 +0000 Administrator Tagesgeschehen & Regionales http://bgs.blogsport.de/2010/09/09/limbach-o-alternatives-festival-am-18-septemer/ In Limbach-Oberfrohna findest am 18. September 2010 ein alternatives Festival statt, welches sich explizit gegen Sexismus, Homophobie, Faschismus, Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus richtet und ein unkommerzielles Angebot zu Bildung und Spaß bieten will. Gerade in Limbach-Oberfrohna, wo sich eine konstante Nazikultur etablieren konnte, ist es erfreulich dass solch ein Fesatival stattfindet, zu verdanken den engagierten Menschen des Sozialen und Politischen Bildungsvereinigung
Limbach-Oberfrohna e.V.. Das Festival orientiert sich gleichnamigen Festival in Chemnitz, welches dort schon seit mehreren Jahren stattfindet.

Weiter Informationen zum Festival sind bei der Sozialen und Politischen Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna e.V. zu finden.

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