Archiv der Kategorie 'Tagesgeschehen & Regionales'

Zittau – Infoladen eröffnet

Gelesen bei Indymedia & Infoladen Zittau.

Am 11.September 2010 eröffnete der Zittauer Infoladen in der Äußeren Weberstraße 2 in Zittau.
Betrieben wird er von der Projektgruppe „Couleur Noir“, ein Zusammenschluss von Menschen aus der Region. Ziel ist es nach den Kürzungen der Kinder- und Jugendhilfe durch die sächsische Staatsregierung die Jugendarbeit mit internationalen Bildungsangeboten und Kulturveranstaltungen zu stärken. Geplant ist weiterhin die Förderung alternativer Jugendkultur, des demokratischen Grundverständnisses und das Vermitteln von Kontakten zu Opferberatungsstellen. Finanziell unterstützt wird der Info-Laden von „Jugend für Europa“.

Die Öffnungszeiten des Infoladens sind am Dienstag 14.00 – 17.00 Uhr sowie am Donnerstag 14.00 – 19.00 Uhr. An jedem 1. Dienstag im Monat findet das „Café Abend“ statt.

Infoladen Zittau.

Limbach – O. – „Stay Rebel“ Festival erfolgreich

Am Wochenende fand in Limbach-Oberfrohna das erste „Stay Rebel“ Festival statt und war mit ca. 300 Besuchern ein Erfolg. Das Festival stellte sich explizit gegen Rassismus, Antisemitismus, Faschismus, Homophobie und Sexismus.

Gelesen bei der „sozialen- und politischen Bildungsvereinigung L.-O. e.V“.

Erstmals gab es ein alternativ-kulturelles Festival mit politischen Inhalten mitten in der Innenstadt – auf dem Limbacher Marktplatz. Monatelange Vorbereitung, stundenlanger Auf- und Abbau und allerhand Verhandlungen mit der Stadtverwaltung und der Versammlungsbehörde, in der dauerhaften Unsicherheit ob es nun stattfinden könne oder nicht, war dazu nötig, um zu
diesem Ereignis zu kommen. Wir als Organisator_innen sind hoch zufrieden mit dem Ergebnis dieser Veranstaltung und hoffen dass dies auch bei allen Unterstützer_innen so ist. Endlich ist es gelungen, eine Art „Wende“ in Limbach-Oberfrohna hervorzurufen.

Wer nicht dabei war, hat so einiges verpasst: Ca. 300 Besucher_innen kamen am letzten Samstag auf dem Marktplatz, um das breite Angebot zu nutzen. Viele davon wurden durch die zahlreichen bunten Transparente angelockt.

Die Veranstaltung selbst lässt sich drei Bereiche einteilen: Zum einen das Bühnenprogramm, auf der anderen Seite der Bildungsteil sowie weitere Bildungsunterhaltungsangebote.

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Älterer Artikel auf BGS.

Dresden – Demonstration gegen Naziterror

Gelesen bei den Alternativen Dresden News.

Knapp 700 Menschen demonstrierten gestern am späten Nachmittag erneut in der Dresdner Innenstadt gegen den rechten Terror der vergangenen Monate und die Gleichgültigkeit der Politik. Seit Beginn des Jahres kam es in Sachsen zu insgesamt 14 Brandanschlägen. Ziel der Angriffe waren linke Wohnprojekte, Lokale von MigrantInnen und Autos von Menschen, die sich gegen Rechts engagieren. Nur dem Zufall ist es zu verdanken, dass bei den Anschlägen auf die bewohnten Häuser niemand verletzt oder gar getötet wurde.

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Fotos von der Demonstration.

Dresden – „Opferdenkmal“ auf Heidefriedhof?

Artikel gelesen beim AK Antifa Dresden.

Dresden kontert mit neuem Denkmal

Helma Orosz ist zurück von der Ausstellungseröffnung „Under Attack“, welche die Folgen von Bombardierungen im Alltag der Menschen von London, Coventry und Dresden dokumentieren soll. Während der Londoner Oberbürgermeister gute Ausreden vorweisen konnte, um mit nicht ihr über das geplante Denkmal zu Ehren der britischen Bomberpiloten diskutieren zu müssen, wies der Lord Mayor von Coventry jegliche Kritik aus Dresden am Denkmalplan zurück. In der britischen Presse wird das Thema mittlerweile heiß diskutiert, und viele Briten verbitten sich die Einmischung aus Deutschland.

In Dresden kann man so etwas natürlich nicht auf sich sitzen lassen, und so verkündete man jetzt die Installierung einer schon länger geplanten und fertigen Trauerskulptur auf dem Dresdner Heidefriedhof für den 19. September. Auf dem Dresdner Heidefriedhof findet jedes Jahr am 13. Februar der offizielle Gedenkakt mit Kranzniederlegung an der Gedenkstätte für die Opfer der Bombardierung statt. Bei dem in Bronze gegossenen weinenden Mädchen handele es sich, laut Peter Ufer von der Sächsischen Zeitung, im Gegensatz zum Ehrenhain für die Bomberpiloten um ein neues Zeichen der Versöhnung. Wie die reine Trauer um sich selbst irgendeinen Beitrag zu einer Versöhnung liefern soll, bleibt sein Geheimnis.
Ihr Leben war Kampf gegen Faschismus

Kleiner Ehrenhain im Heidefriedhof

Interessant und bestürzend ist dabei der Sprachgebrauch in der Sächsischen Zeitung bezüglich des Heidefriedhofs. Dort heißt es „Das Mädchen soll in Blickbeziehung zum Ehrenhain stehen, wo der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht wird.“ Nun gibt es auf dem Dresdner Heidefriedhof tatsächlich zwei Ehrenhaine, beide wurden jedoch explizit den Opfern des Faschismus gewidmet. In der Sächsischen Zeitung schreckt man also im Zuge der antiextremistischen Gleichmacherei von Nazis und Linken nicht mal mehr vor antifaschistischen Widerstandskämpfern und italienischen Zwangsarbeitern zurück.

Wie ein Lichtblick wirkt dagegen ein Artikel im Kulturteil der Sächsischen Zeitung, in dem ein Buchautor unter anderem zum Thema 13. Februar anmahnt die Vergangenheit ruhen zulassen. Demnach hätte man in Dresden viel eher einen Schlußstrich unter die Vergangenheit ziehen sollen, wie es z.B. in Hamburg, das ebenfalls im Zweiten Weltkrieg schwere Luftangriffe erlebt hatte, gemacht wurde. Dann würde es viele der heutigen Probleme in dem Zusammenhang nicht geben. Womöglich hat der Autor damit recht, allerdings kommt das etwas naiv daher. Es war in Hamburg viel einfacher einen Schlußstrich zu ziehen, da es keine Mythen- und Legendenbildung wie um die Luftangriffe um Dresden gegeben hatte. Das fing bei Goebbels an, der in der Berichterstattung die Schäden in Hamburg damals noch eher nach unten korrigierte um Panik in der Bevölkerung zu vermeiden und endet bei der Tatsache, dass Hamburg im Westen lag, und die Bombardierungen nicht zum Bestandteil antiwestlicher Propaganda wurden, wie das mit dem in der DDR gelegenen Dresden zeitweise geschah, um vor allem gegen die Amerikaner Stimmung zu machen. Völlig richtig ist dagegen, dass man Dresden nicht mit Auschwitz aufrechnen kann. Bleibt zu hoffen, dass das auch in Dresden mal ernst genommen wird.

Zum Artikel.

Limbach-O. – Alternatives Festival am 18. Septemer

In Limbach-Oberfrohna findest am 18. September 2010 ein alternatives Festival statt, welches sich explizit gegen Sexismus, Homophobie, Faschismus, Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus richtet und ein unkommerzielles Angebot zu Bildung und Spaß bieten will. Gerade in Limbach-Oberfrohna, wo sich eine konstante Nazikultur etablieren konnte, ist es erfreulich dass solch ein Fesatival stattfindet, zu verdanken den engagierten Menschen des Sozialen und Politischen Bildungsvereinigung
Limbach-Oberfrohna e.V.. Das Festival orientiert sich gleichnamigen Festival in Chemnitz, welches dort schon seit mehreren Jahren stattfindet.

Weiter Informationen zum Festival sind bei der Sozialen und Politischen Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna e.V. zu finden.